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Union Communiste Internationaliste
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Sechs Wochen Kampf für die Löhne im Peugeot-Citroen-Werk Aulnay
Mai 2007
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Vorwort zur deutschen Fassung
Der Citroen-Streik hatte keine historische Wichtigkeit. Aber in Frankreich war es das erste Mal seit zwanzig Jahren, dass ein Streik in einem großen Automontagewerk nicht auf einem Abwehrgebiet ausbrach, sondern aufgrund einer Lohnfrage. Außerdem war es das erste Mal seit zwanzig Jahren, dass ein Streik von den Arbeitern selbst (durch ein Streikkomitee) geleitet wurde und nicht von den Gewerkschaftsfunktionären. Deshalb haben wir gedacht, es könnte für ausländische Genossen interessant sein, diese Broschüre zu übersetzen.
In der Gegend um Paris gibt es heute drei große Automobilmontagewerke: Citroen-Aulnay, Renault-Flins und Peugeot-Poissy. Unter ihnen ist Citroen seit langem ein sehr repressives Unternehmen. Zum Beispiel gehörte im Jahre 1968 das Citroen-Werk von Rennes (in der Bretagne), mit zu dieser Zeit ungefähr 12.000 Beschäftigten, zu den seltenen Großunternehmen, in denen überhaupt nicht gestreikt wurde. Und wenn das Pariser Werk, das während des Streiks von 1968 besetzt wurde, am Anfang der 70er Jahren von Paris nach Aulnay verlagert wurde, so nutzte man diese Gelegenheit um viele kämpferische Arbeiter zu feuern. Die Betriebsleitung setzte zahlreiche Spitzel ein und organisierte einen Schlägertrupp (Wächter, Chefs und Kader der Hausgewerkschaft) um die Gewerkschaftsaktivisten (besonders diejenigen der CGT) anzugreifen, wenn sie zum Beispiel versuchten, ein Flugblatt zu verteilen. Die Betriebsratswahlen wurden natürlich gefälscht. Man muss hinzufügen, dass die Kommunistische Partei (KPF) eine Verantwortung für diese Situation hatte. Aulnay liegt nämlich im Herz des "roten Gürtels" von Paris, mitten im Departement Seine-Saint-Denis, das noch heute von der KP regiert wird. Aber die KPF wollte nie ihre Tausende Aktivisten (in der Gemeinde selbst, in den benachbarten Betrieben) sowie die Bevölkerung mobilisieren, um den Aktivisten von Citroen zu helfen. Was Lutte Ouvrière (LO) betrifft, so wurden unsere eigenen Genossen in dieser Periode entlassen.
Nach der Wahl von Mitterrand zum Staatspräsidenten 1981 hofften zahlreiche Citroen-Arbeiter, dass die linke Regierung etwas für sie machen würde. Vergeblich. Der Zorn brach aus und zwei Streiks betrafen 1982 und 1984 Löhne sowie Arbeiterrechte. Diese Ausstände haben die Verächtlichkeit der Geschäftsleitung eine Zeit lang verschwinden lassen. Aber nach und nach konnte sie das verlorene Terrain zurückerobern. Dennoch konnte die CGT überleben ohne wieder in den Untergrund gehen zu müssen. Und LO konnte erneut bei Citroen Fuß fassen. So war die Lage der Arbeiteraktivisten in den Jahren vor dem Streik des Frühlings 2007.
Dezember 2007
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