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1. Seit Jahren hängt unsere nicht auf einzelne Regionen begrenzte, sondern nationale politische Ausstrahlung hauptsächlich von
unserer Beteiligung an den Wahlen ab. Dennoch zeigt die Erfahrung der letzten Präsidentschaftswahlen, dass es gefährlich
wäre, sich damit zu begnügen, auch wenn unsere Ausstrahlung nicht verschwunden ist, im Gegenteil, wie wir das diesen Sommer
während der Karawanen feststellen konnten.
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Wir müssen daher mehr Gewicht auf politische Aktivitäten legen, die auf unserem Einsatz als Aktivisten beruhen. Dazu müssen
wir alle Kräfte aufwenden, die wir haben.
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2. Unter unseren regelmäßigen politischen Aktivitäten befinden sich unsere Betriebszeitungen. Sie sind eine sehr wichtige
Aktivität, da Tausende Arbeiter aller Berufe diese Zeitungen alle zwei Wochen in mehreren Hundert Betrieben erhalten. Wie alle
Genossen wissen, haben sie eine lokale Seite, was wir auch die "Echos" aus dem Betrieb nennen. Mit ihnen prangern wir konkret,
durch Beispiele aus den täglichen Erfahrungen der Arbeiter des Betriebs, die Ausbeutung an und die Formen, die sie in diesem
oder jenem Fall, in dieser oder jener Situation, in diesem oder jenem Betrieb annehmen kann.
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3. Wenn wir den von der Unternehmerschaft geführten Klassenkampf anprangern, werden wir oft Nostalgiker genannt. Aber heute
sind selbst die große Presse und sogar die staatlichen Stellen gezwungen zuzugeben, dass ein solcher sozialer Krieg permanent
von den Unternehmern gegen die Arbeitenden geführt wird. Zum Beispiel gab es in letzter Zeit eine Epidemie von Selbstmorden in
einigen Unternehmen. Diese Selbstmorde haben eine umso spektakulärere Form angenommen, als sie in den Betrieben selber
stattfanden und die große Presse sie so nicht ignorieren konnte. Aber es gab sicherlich noch andere, die dieselben Ursachen
hatten, sich aber in einer Wohnung zutrugen, das heißt da, wo die Verantwortung des Unternehmers nicht ganz so sichtbar war.
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4. Es ist offenkundig, dass das, was man als Selbstmord-Epidemie bezeichnet hat, durch den Druck verursacht wurde, der vom
Unternehmer auf die Arbeitenden in allen Betrieben und sogar auf die höheren Angestellten ausgeübt wird, mittels der
Hierarchie, der Meister oder schäbiger Zwänge, wie zum Beispiel die Zwänge, die ausgeübt werden, damit man Arbeitsunfälle
nicht meldet, einfach nur um die davon abhängenden Beitragszahlungen des Unternehmers zu verringern.
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Da der Klassenkampf auf der Seite der Arbeiter zurückgegangen ist und nur noch eine defensive Form angenommen hat, bleibt für
einige, die nicht in der Lage sind, dem alleine stand zu halten, nur die Selbstzerstörung.
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5. Genau von diesen ganzen Formen des Drucks handelt unsere Betriebspresse unter anderem das ganze Jahr hindurch. Hiervon und
von vielen anderen Dingen, mehr oder weniger schlimm zum Glück. Unsere Presse ist eine Presse der Verteidigung der Arbeitenden,
die sie als solche erhalten, an ihrem Arbeitsplatz. Sie beschert uns manchmal Drohungen oder Versuche der Strafverfolgung durch
Unternehmer. Sie stellt sich nicht gegen die Gewerkschaften, noch ersetzt sie sie (unsere Genossen sind im Übrigen auch
gewerkschaftliche Aktivisten). Aber unsere Presse unterstützt sie, indem sie manchmal breit bekannt macht, was diese manchmal
nicht einmal sagen können.
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6. Ein anderer Aspekt dieser Presse und nicht der kleinste ist, dass sie etwas anderes ist als nur das, was eine radikale
Gewerkschaftspresse sein könnte, das heißt dass sie eine politische, sozialistische und kommunistische Presse im
grundsätzlichen Sinn dieser Worte ist. In der Tat enthält sie immer einen Leitartikel, das von nationalen politischen Themen
handelt. Dieses Editorial ist unser gesamten Betriebspresse gemeinsam, welches auch immer der betroffene Betrieb ist. Alle
unsere Genossen, alle unsere Sympathisanten, alle diejenigen, die unsere Leserschaft ausmachen, wissen das.
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7. Ein anderer wesentlicher Aspekt unserer politischen Aktivität ist natürlich die Veröffentlichung, Verteilung und der
Verkauf unserer Wochenzeitung. Sie behandelt jede Woche eine Vielzahl von politischen Themen, die die Klassengesellschaft
betreffen, in der wir leben, ohne natürlich all die Betriebskorrespondenzen zu vergessen, die einen großen Teil ausmachen.
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Es sind diese zwei Arten von politischen Propagandaaktivitäten, die unsere Identität ausmachen, die dazu führen, dass wir
eine Organisation sind, deren Aktivität und Ausstrahlung ihren Schwerpunkt in der Welt der Arbeit hat.
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Aber sich auf die von unserer Presse betroffenen Betriebe und auf punktuelle öffentliche Zeitungsverkaufe in einigen Städten,
wenn auch zahlreich, zu begrenzen, begrenzt unsere Ausstrahlung, da unsere Wochenzeitung vor allem "von Hand zu Hand" verkauft
wird.
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8. Es ist also notwendig, unsere politische Ausstrahlung auszuweiten, indem wir unsere lokalen politischen Aktivitäten
außerhalb der Betriebe erhöhen, das heißt regelmäßige politische Propaganda in der größtmöglichen Zahl von Städten
machen, in denen wir normalerweise durch unsere alltäglichen Aktivitäten nicht eingreifen.
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Wir machen es während des Sommers mit dem, was wir unsere "politischen Karawanen" nennen. Sie werden organisiert von Genossen,
die zwei Wochen ihres Sommerurlaubs eine Region durchreisen, von Stadt zu Stadt, um hier politisch einzugreifen, unsere Presse
zu verkaufen, politische Flugblätter zu verteilen, Veranstaltungen zu machen, Filme zu zeigen, in einem Wort politisch in den
Städten einzugreifen, in denen man uns normalerweise nicht sieht.
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9. Wir müssen diese letzte Aktivität verallgemeinern und sie das ganze Jahr hindurch durchführen. Es ist schwierig, sich ein
zahlenmäßig konkretes Ziel zu setzen, aber wir können einige hundert Städte anvisieren, in denen wir eine regelmäßige und
relativ permanente Präsenz absichern könnten.
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Diese Aktivitäten sollten möglichst eine Kopie derjenigen sein, die wir während unserer Sommerkarawanen machen, mit einem
Unterschied: Unsere Sommerkarawanen kommen nur ein Mal im Jahr in dieselbe Stadt. Jetzt würden wir in regelmäßigem Abstand
wiederkommen, aber so oft wie möglich in der größtmöglichen Zahl von Städten.
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Was unseren Erfolg während der Karawanen ausmacht ist die Tatsache, dass wir zahlreich sind, dass wir uns jeden Morgen treffen,
um die Aufgaben zu verteilen, dass wir zusammen essen und dass wir jeden Abend eine Bilanz unserer Tagesaktivitäten ziehen, bei
denen wir darüber diskutieren, was gemacht worden ist. Genau das müssen wir vervielfachen.
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10. Die geplanten Karawanen, von denen einige versuchsweise bereits in die Tat umgesetzt wurden, würden zwei oder drei Tage
lang die gleichen Genossen mobilisieren. Wir würden in der größtmöglichen Zahl von Städten agieren, genau wie in den
Sommerkarawanen, inklusive Pavillons, Transparenten, Schildern, angemeldeten Ständen wenn möglich, Versammlungsraum, Video,
usw.
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Wenn wir in dieser ersten Phase viele Erfahrungen gesammelt haben, könnten wir in einem zweiten Schritt die größtmögliche
Zahl unserer aktiven Sympathisanten teilnehmen lassen (und davon haben wir eine ganze Menge). Sie könnten für einen oder zwei
Tage kommen und würden so die Erfahrung dieser Karawanen in einem Umfeld von Genossen machen, das diese Erfahrung bereits in
großem Umfang hat.
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Wenn wir es schaffen, alle unsere Sympathisanten zu mobilisieren, würde uns dies ermöglichen, in mehreren Hundert Städten
alle zwei Monate präsent zu sein.
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11. Dies muss eine Orientierung nicht nur für die kommenden Monate, sondern für die kommenden Jahre sein, da es eine
Aktivität ist, die wir nach und nach erweitern müssen durch die Anbindung aller unserer Sympathisanten, indem wir diese
Aktivität auf ihrer Höhe durchführen, vom materiellen Gesichtspunkt und von ihren Verfügbarkeiten her.
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10. Oktober 2007
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