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Ins Deutsche übersetzte Texte
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Die von der kapitalistischen Wirtschaft in der Krise verursachten Schäden sind nicht nur materiell
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September 2011
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Die von der kapitalistischen Wirtschaft in der Krise verursachten Schäden sind nicht nur materiell (Leitartikel der Betriebszeitungen von Lutte Ouvrière vom 26. September 2011)
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Der morgige Aktionstag der Lehrer betrifft die Arbeitenden aus einem Doppelgrund. Der Stellenabbau, gegen den die Lehrer
protestieren, wirkt sich auf alle Löhne aus, die des öffentlichen und die des privaten Sektors. Und die Kinder der arbeitenden
Bevölkerung sind die ersten Leidtragenden der Verschlechterung der Lehrbedingungen, der überfüllten Klassen, der Auflösung
von Klassen und des Mangels an Personal, sowohl an Lehrern als auch an anderen Bediensteten.
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Die Bourgeoisie selbst und ihr Staat liefern den Beweis, dass alle Lohnabhängigen in demselben Boot sitzen, dass sie denselben
Angriffen der Besitzenden, denselben Sparmaßnahmen zu ihrem Schaden ausgeliefert sind, und dass die Aufspaltung in Kategorien
von Arbeitenden in verschiedene Tätigkeitsbereiche keine Existenzgrundlage hat.
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Alle, die nur ihre Arbeit zum Leben haben, müssen sich einer einzigen sozialen Klasse zugehörig fühlen, die in dieser
Krisenzeit die beiden einzigen Existenzmittel verteidigen muss, die die kapitalistische Wirtschaft ihnen lässt: den
Arbeitsplatz und die Kaufkraft des Lohns.
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Das Verhalten der Gewerkschaftsführungen, die damit beginnen, die Lohnabhängigen zu spalten anstatt eine kollektive Bewegung
vorzubereiten, ist deshalb umso mehr unerhört. Warum nur die Lehrer zur Aktion aufrufen und nicht auch das Krankenhauspersonal
und die Angestellten des öffentlichen Dienstes, wenn diese doch dieselben Probleme haben? Und warum sie vom Rest der
Arbeiterschaft isolieren? Es ist die Rede von einem Aktionstag der Rentner am 6. Oktober und von einem weiteren,
berufsgruppenübergreifenden, am 11. Oktober, ohne dass die Arbeitenden wüssten, was diese Gewerkschaftsspitzen ihnen
überhaupt genau vorschlagen.
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Dagegen ist die Bourgeoisie, so gespalten sie auch in einer Reihe von Fragen sein mag, geeint, wenn es darum geht, auf die
Lohnabhängigen loszugehen. Die Gewerkschaftsführungen hinken unseren Ausbeutern hinterher.
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Selbstverständlich bräuchte es für das Zustandekommen einer kollektiven Bewegung, die stark genug wäre, die Besitzenden
zurückzudrängen, die Entschlossenheit eines Großteils der arbeitenden Bevölkerung. Aber die Gewerkschaftsführungen tragen
nicht dazu bei, dass diese Entschlossenheit aufkommt. Sie ist jedoch unbedingt notwendig. Nur durch sie kann die Verschlimmerung
der Arbeitslosigkeit aufgehalten werden, für die es zwei gemeinsame Verantwortliche gibt: die Bosse mit ihren Entlassungen im
Privatsektor und der Staat, da er die Rentner nicht nach besetzt und die Stellen immer häufiger prekär sind. Beide tragen dazu
bei, dass die Arbeitslosigkeit für die jungen Menschen, die ins Berufsleben eintreten, noch höher ist als für die Gesamtheit
der Beschäftigten.
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Der Bildungsbereich zeigt ebenso wie der Gesundheitssektor, dass das Interesse der Lohnabhängigen mit jenem der gesamten
Gesellschaft eng verwoben ist. Dem Beispiel der Großunternehmen folgend, hat der Staat den Begriff der Wirtschaftlichkeit bis
in den öffentlichen Dienst, bis in die Bildung und bis in die Krankenhäuser eingeführt. Und im Wortschatz dieser Leute
bezeichnet dieser Begriff niemals eine kollektive soziale Wirtschaftlichkeit, eine Wirtschaftlichkeit für die Menschheit. Nur
das aus einer Tätigkeit herauszuholende Geld zählt. Nur das Privatinteresse zählt, denn wenn der Staat beim öffentlichen
Gesundheitssektor, beim Bildungsbereich, bei den kollektiven Einrichtungen spart, dann nur um dieses Geld unter den Bankiers und
den Großunternehmen zu verteilen.
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Was machen die Kapitaleigentümer mit dem Geld, das sie direkt durch die Ausbeutung oder indirekt durch die Geschenke des
Staates bekommen? Das, was sie damit machen, hat für die Gesellschaft nicht den geringsten Nutzen. Sie benützen es für
Finanzoperationen, dafür, ihre eigenen Aktien rückzukaufen, um den Reichtum der Aktionäre zu erhöhen, oder sie spielen damit
in Spekulationsgeschäften, die gerade dabei sind, die Gesellschaft zu ruinieren. Die Gesellschaft zahlt einen immer höheren
Preis dafür, eine privilegierte, gierige und unverantwortliche Klasse zu bereichern, die Leiter einer unkontrollierbaren
Wirtschaft, die von den blinden und dummen Märkten gelenkt werden.
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Die Vergeudung ist nicht nur materieller Art, das Beispiel des Bildungsbereichs zeigt das: Die Erziehung wird sabotiert und die
Kinder asozial gemacht. Die gesamte Gesellschaft wird an ihren Zerfall gebracht, die Gewalt des „Jeder für sich“.
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Aus diesem Grund müssen die Lohnabhängigen allen expliziten oder impliziten Aufforderungen zur Opferbringung mit Verachtung
begegnen, allen Aufforderungen jener, die die Gesellschaft so schlecht regieren. Sie müssen zunächst ihre eigenen Forderungen
durchsetzen: keine Entlassungen und kein Stellenabbau; Verteilung der Arbeit auf alle ohne Lohnkürzung; mobile Lohnskala.
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Und im Kampf um diese für alle Lohnabhängigen lebenserhaltenden Ziele wird sich die Notwendigkeit durchsetzen, einer
unverantwortlichen Kapitalistenklasse ihre Aneignung der Betriebe, der Wirtschaft und des gesamten gesellschaftlichen Lebens,
das sie unterhöhlt und zerstört, streitig zu machen.
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